Private Kleine Malakademie für alte Techniken



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Studienverzeichnis speziell für den Bereich
Private Kleine Malakademie;
hier: Angaben der Sollstundenzahlen

 

Planziffer Studieninhalte Stunden einzeln Stunden gesamt
1.0 Theorie    
1.1 Herstellung der Malgründe, Grundierung der Malflächen    
1.1.1
1.1.2
1.1.3
1.1.4
1.1.5
1.1.6
Leinwand, Holztafeln
Leime
Füllstoffe
Weißen und Weißstoffe
Glätten (und Aufzeichnen)
Isolieren





2,00





2,00
1.2 Kurzgefaßte Farbenlehre    
1.2.1
1.2.2
1.2.3

1.2.4
1.2.5
1.2.6
1.2.8
Die Farbenzerlegung weißen Lichts: Die Spektralfarben
Additive Farbmischung: Das RGB-Modell
Subtraktive Farbmischung: CMY-Modell sowie in Ergänzung
zur Drucktechnik: Das CMYK-Modell
Die Begriffe „Gegenfarbe“ und „Komplementärfarbe“ (nach Wehlte)
Der Begriff „Weißausmischung“
Unterschiede in der Lasurwirkung „kalt auf warm“ und „warm auf kalt“
Die Anfangspalette mit ausgesuchten Farben







3,00







3,00
1.3 Beschreibung lieferbarer (käuflicher) Pigmente folgender Farben    
1.3.1
1.3.2
1.3.3
1.3.4
1.3.5
1.3.6
Weiße Pigmente
Gelbe Pigmente einschließlich gelblich-bräunlich-sandfarbener Ockerpigmente
Rote Pigmente einschließlich rötlicher Ockerpigmente
Blaue Pigmente
Schwarze Pigmente
Fertige käufliche grüne und braune Pigmente





4,00





4,00
1.4 Bindemittel    
1.4.1
1.4.2
1.4.3
1.4.4
1.4.5
1.4.6
1.4.7
Fette Öle (Arten, Trocknungsvorgänge, Eindicken)
Leinöl (speziell Eindicken)
Mohnöl
Walnußkernöl
Sonnenblumenöl
Sikkative zur Trocknungsbeschleunigung
Standöle






1,00
 
1.5 Flüchtige, halbflüchtige und sonstige Öle,    
1.5.1
1.5.2
1.5.3
1.5.4
1.5.5
1.5.6
1.5.7
Terpentine
Terpentinersatz
Testbenzin
Lavendelöl sowie – der Vollständigkeit halber – Rosmarinöl
Spiköl
Nelkenöl
Kopaivbalsam






1,00
 
1.6 Harze    
1.6.1
1.6.2
1.6.3
1.6.4
1.6.5
Dammar, Dammarfirnis (Auflösung von Dammar in Terpentin)
Mastix, Mastixfirnis (Auflösung von Mastix in Terpentin)
Alkydharz, Alkydharzlösungen
Cyclohexanonharz, Cyclohexanonfirnis (Auflösung von Cyclohexanon in Terpentin)
Acryl; flüssiges Acrylharz, z. B. zum Vermalen von Farbpigmenten




2,00
 
1.7 Edelterpentine    
1.7.1
1.7.2.
Venetianer Terpentin
Straßburger Terpentin (jahrzehntelang nicht verfügbar, jetzt wieder lieferbar ! )

1,00
 
1.8 Tempera und Wachse    
1.8.1
1.8.2
1.8.3
Eitempera (Selbstherstellung)
Kaseintempera (Selbstherstellung)
Bienenwachs


1,00


6,00
1.9 Anreiben und Vermalen der Pigmente mit Bindemitteln    
1.9.1
1.9.2
1.9.3
1.9.4
1.9.5
1.9.6
1.9.7
1.9.8.
1.9.9.
1.9.10.
1.9.11.
1.9.12.
1.9.13.
Reibplatte und Läufer und ihre besondere Anwendung
Auswahl der Pinsel
Auswahl der Palettentönung
Tiefenlicht, Oberflächenlicht, eingeschlagene Stellen, Zwischenfirnis
Kontroll- und Aufstrichversuche
Trocknungszeiten
Temperamalerei speziell
Ölfarbenmalerei
Harzölfarbenmalerei
Untermalung mit Tempera, Übermalung mit Öl-/Harzölfarben
Lasuren, pastose Stellen, Bildaufbau
Fertigmachen, Lichter und Drucker, Primamalerei
Schlußfirnis, glänzend und matt












6,00












6,00
1.10 Sonstiges zur Malerei    
1.10.1
1.10.2
1.10.3
1.10.4
1.10.5
Das Skizzenbuch und seine Aufgabe
Der praktische Ersatz des Skizzenbuchs: Die Fotografie
Foto- und Kameratechnik allgemein
Objektivbrennweiten und ihre spezifische Verwendung
Landschafts-, Stilleben- und Portraitaufnahmen




6,00




6,00
1.10.6
1.10.7
1.10.8
1.10.9
Pinselreinigung
Beleuchtungsverhältnisse: Tageslicht, Kunstlicht, Mischlicht, Malen in der Landschaft
Sonstige Hilfsmittel: Gitterraster, Projektion
Staffelei, Palette oder Palettentisch, Sondermöbel einschließlich Selbstherstellung



2,00



2,00
2.0 Praktische Übungen    
2.1 Herstellen von Malgründen auf Leinwand und Holzplatten 6,00 6,00
2.2 Farbaufstriche (rein) der wichtigen lichtechten Farbpigmente auf neutralweißen Gründen zur allgemeinen Beurteilung der Lasureigenschaften) 6,00 6,00
2.3 Farbmischungsversuche auf neutralweißen Gründen; verschiedene Gelb-, Rot- und Blaupigmente und ihre zugehörigen Weißauszüge, auf der Palette vorgemischt, ebenfalls auf Untergrundmarkierungen;    
2.3.1 Grünbildner Gelb und Blau nebst Weißausmischungen 2,00  
2.3.2 Orangebildner Gelb und Rot nebst Weißausmischungen 2,00  
2.3.3 Violettbildner Rot und Blau nebst Weißausmischungen 2,00  
2.3.4 Farbmischungen, die insbesondere für Landschaftsmalerei relevant sind: Modifikationen grüner Farbpigmente mit unterschiedlichsten gelben Farbpigmenten einschließlich ihrer Weißausmischungen 2,00  
2.3.5 Ermischte Schwarzfarben 2,00  
2.3.6 Gleiche Mischungsversuche wie vorstehend beschrieben auf neutralweißen Gründen, hier jedoch nicht durch Vormischen auf der Palette erzielt, sondern durch aufeinandergelegte Lasuren (Lasuren: Farbschichtungen, nach Trocknung der Unterschicht übereinander aufgebracht) 2,00 12,00
2.4 Anlegen feinster („flüssiger“ ) Lasuren 2,00 2,00
2.5 Kameratechnik: Beleuchtung und fotografische Aufnahmen von Portraits; Fotoexkursionen in der Landschaft; Beleuchtung und Aufnahme von Stilleben. Vorerst keine Labortechnik. 2,00 2,00
2.6 Besuch von Museen, Sonderausstellungen und Galerien nach entsprechender Vorbereitung (Zeitansatz individuell) 2,00 2,00
3.0 Malen von Bildern    
3.1 Malen von Portraits 40,00 40,00
3.2 Malen von Landschaften 40,00 40,00
3.3 Malen von Stilleben 40,00 40,00
  jeweils nach besonderer Auswahl und Thematik, wobei die Weißhöhung anfangs in Tempera, später auch in Öl- oder Harzölfarben hergestellt wird. Es wird vorausgesetzt, daß Studienbewerber die Befähigung, zeichnen zu können, besitzen.    
Summe aller Sollstunden:     179,00

 

Beendigung des Studienganges;
Möglichkeit einer Schlußprüfung und Erwerb eines Diploms als Zertifikat

Der Studiengang kann mit einer Schlußprüfung abgeschlossen werden; der erfolgreiche Abschluß wird mit einem Diplom als Zertifikat bescheinigt. Die Schlußprüfung umfaßt 2 Gebiete:

1. Nachweis theoretischer Kenntnisse (schriftlich)

Bereiche:

Herstellen der Malgründe,
Grundzüge der Farbenlehre,
Eigenschaften der wichtigen Farbpigmente, Wirkungen von Lasur- und Primamalerei,
Eigenschaften der wichtigen Bindemittel (nicht Malmittel),
Kameraaufnahmetechnik

2. Malen eines Portraits und eines Landschaftsbildes

Der erfolgreiche Nachweis theoretischer Kenntnisse wird mit der Vergabe einer Note bewertet, das Malen beider Bilder jedoch nur mit dem Vermerk “Bestanden”. Im Zertifikat wird auf diese Prüfungsbedingungen hingewiesen. Die Gesamtnote lautet: “Bestanden”. Die theoretische Prüfung gilt als bestanden, wenn von 100 erreichbaren Punkten mindestens 50 erreicht worden sind. Die Schulnoten Eins bis Sechs werden als Beurteilungsmaßstab herangezogen, die Mindestnote Vier (»Ausreichend«) muß zumindest erreicht worden sein.

Verwendete Literatur, nach deren Inhalten sich dieser Studiengang sowie die Schlußprüfung ausrichtet:
Max Doerner, Malmaterial und seine Verwendung im Bilde, Jeweils neueste Auflage
Kurt Wehlte, Werkstoffe und Techniken der Malerei, 4. Auflage, Otto Maier Verlag Ravensburg

Es muß darauf hingewiesen werden, daß das Abschlußzertifikat dieses Studienganges gegenwärtig nicht öffentlich anerkannt wird. Die Teilnahme an diesem Studiengang ist rein privater Natur, so daß auch keine BAFöG-Förderung infrage kommt.

Semesterstunden-Einteilung jährlich nach besonderem Plan

mail@malschule-pallast.com